Hand in Hand für die Grundschule Birresborn


Auf der Bodenplatte ist der Rohbau für den Erweiterungsbau fertig gestellt. Dort entsteht ein knapp 55 Quadratmeter großer Mehrzweckraum, der künftig für Projekte und Betreuungsangebote genutzt wird.

Im Erdgeschoss sind die Schultoiletten und sanitären Anlagen für die Mitarbeitenden entkernt und die notwendigen Anschlüsse gelegt. Auch die im Erdgeschoss geplante Küche inkl. Mensa, das Lehrerzimmer und das Büro für die Schulleitung  haben neue Elektro- und Wasserinstallationen erhalten.

Ein neuer, barrierefreier Durchgang (Schleuse) verbindet das Schulgebäude mit der Turnhalle. Die Trockenbauarbeiten sind bald abgeschlossen.

Ebenso wird mit Hochdruck an der Lüftungs- und Heizungstechnik gearbeitet. Hierfür wurde in den vergangenen Wochen u.a. bereits die Nahwärmeleitung der Schule für die zukünftige Wärmepumpenkaskade verlegt und der Platz vorbereitet, wo sie aufgestellt wird.

„Wir sind mit den Fortschritten zufrieden“, sagt Schulleiterin Maria Ixfeld-Becker. „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten läuft gut und transparent. Jeden Mittwoch treffen wir uns mit den Planungsbüros, den beteiligten Firmen und Bauleiter Johannes Dahm von der Verbandsgemeinde und besprechen den Stand der Arbeiten.“


Aktuell findet der Unterricht im Oberschoss statt, die Nachmittagsbetreuung im Dachgeschoss. Wenn - voraussichtlich ab August - die Arbeiten in den oberen Etagen starten, werden zwei Klassen in das Bürgerhaus Birresborn ausgelagert. „Damit der Übergang möglichst reibungslos passiert, sind wir auch in engem Austausch mit der Ortsgemeinde Birresborn.“


Das gesamte Gebäude wird zudem grundlegend energetisch saniert: Es erhält einen Vollwärmeschutz inkl. einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Eine neue zentrale Heizungsanlage (Nahwärmenetz) soll die Grundschule und später auch die Sporthalle sowie die angrenzende Kita in Gänze versorgen (wenn diese ebenfalls energetisch saniert wurden).

„Die Arbeiten im laufenden Schulbetrieb verlangen von allen viel Disziplin“, weiß Maria Ixfeld-Becker. „,Aber die Aussicht auf mehr Platz, mehr Helligkeit, bessere Akustik und angenehmere Temperaturen lässt uns das Projekt durchstehen. Und unsere Kinder verfolgen die Bauarbeiten mit Interesse.“

Das Projekt ist weiterhin im kalkulierten Kostenrahmen und wird mit den vorhandenen Haushaltsmitteln finanziert. „Hinter der energetischen Sanierung der Grundschule Birresborn steht ein Team, das Hand in Hand und auf Augenhöhe zusammenarbeitet. Alle Beteiligten eint das Ziel, dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Durch diesen engen Schulterschluss realisieren wir eine Maßnahme, die sowohl die Energiekosten als auch den CO₂-Fußabdruck unserer Schule und damit der Verbandsgemeinde Gerolstein nachhaltig und deutlich senkt“, so Projektleiter Johannes Dahm.

Im Haushalt der Verbandsgemeinde Gerolstein als Schulträger sind für Sanierung und Anbau 2,7 Mio. Euro eingestellt. 

Die Maßnahmen werden unterstützt durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021-2027 - einem Programm des Landes Rheinland-Pfalz sowie aus Schulbaumitteln des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.

Die architektonische Planungen hat das Architekturbüro Matthias Dimmer aus Stadtkyll übernommen, die Planung der technische Gebäudeausrüstung das Planungsbüro Linscheid aus Schleiden.

Laut Schulentwicklungsplan bleiben die Schülerzahlen in Birresborn langfristig stabil. Die einzügige Grundschule besuchen die Kinder aus Birresborn, Mürlenbach, Densborn, Kopp und Eigelbach.