Die Stützwand am südlichen Brückenkopf nimmt konkrete Formen an. Die letzten Elemente der Wand wurden betoniert und das Gelände wird anschließend verfüllt.

Die Vorarbeiten für die Fundamente der Behelfsbrücke und den Hilfspfeilern in den Uferbereichen der Kyll haben begonnen.

Am nördlichen Brückenkopf finden die Bohrarbeiten zur Gründung des Widerlagers statt. Für die Herstellung der Großbohrpfähle wird ein größeres Bohrgerät eingesetzt. Mit dem bereits vor Ort vorhandenen Bohrgerät werden die Gründungsarbeiten für Baubehelfe im südlichen Bereich fortgeführt. Auch die Arbeiten für die Erstellung der Baugrube für den Mittelpfeiler im Bereich der Bahnhofsstraße sind angelaufen.
Wie es jetzt weitergeht
Zu den dann folgenden Arbeiten gehören die Schal- und Bewehrungsarbeiten für das Fundament des Mittelpfeilers. Damit entsteht die sogenannte Pfahlkopfplatte. Die Vorarbeiten für die Erstellung der Behelfsbrücke werden immer sichtbarer.
Konkrete Planungen gibt es auch im Bereich des Kasselburger Weges. Ab 10. Juni und voraussichtlich bis Ende September finden im Bereich der Straße von Höhe des Imbissstandes bis zur Einmündung auf das Bahngelände umfangreiche Tiefbauarbeiten statt. Die vorhandene Wasserleitung wird verlegt und es werden weitere Arbeiten an den bestehenden Versorgungsleitungen durchgeführt.
Das hat umfangreiche Verkehrsregelungen zur Folge. Für den PKW-Verkehr wird eine Einbahnstraßenregelung über die Gymnasialstraße eingerichtet. Die Ausfahrt erfolgt über Pelm. Die Verbindung zwischen Gymnasialstraße und Kasselburger Weg kann von Lkw nicht genutzt werden. Deshalb müssen diese von Pelm ein- und ausfahren. Im Bereich des Lokschuppens wird aufgrund der Engstelle eine Ampel gestellt (s. Lageplan). „Die Ausbauarbeiten auf Höhe Imbissstand bis Einmündung Bahngelände im Kasselburger Weg werden vorgezogen. Damit erreichen wir eine Verkürzung der Gesamtbauzeit“, sagte Viola Herrmann vom Landesbetrieb Mobilität Gerolstein.

Vom 8. bis 12. Juni wird die Fläche am neuen ZOB am Bahnhof asphaltiert. In diesem Zeitraum ist die Bahnhofstraße nur über die Zuwegung an der Buchhandlung erreichbar, die Postbrücke wird gesperrt. Im Bereich der Baugrube für den Mittelpfeiler wird der Verkehr einspurig geführt. Danach wird der Verkehr zum Bahnhofsbereich und die anschließende Bahnhofstraße wieder wie derzeit über die Postbrücke geführt. Der Bereich am künftigen Mittelpfeiler ist dann wieder voll gesperrt.
Wichtig: Alle Geschäfte in der Innenstadt und auf Sarresdorf sind weiterhin sehr gut und ohne Umleitungen zu erreichen.
Wo gibt es Informationen?

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein informiert während der Bauzeit zu allen Schritten. Über den QR-Code gelangen Sie zur Projektwebsite (mit Vorher-Nachher Visualisierungen und einer Animation zum geplanten Bauverlauf).
Jeden Mittwoch von 14:30 bis 15:30 Uhr stehen im ehemaligen Postgebäude LBM-Projekt-Mitarbeitende für Fragen zur Verfügung.
Basisdaten zur Hochbrücke und zum Neubau
- Die alte Hochbrücke wurde 1952 erbaut und ist der heutigen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen (die durchschnittliche Lebensdauer einer Brücke beträgt max. 80 Jahre).
- Verkehrsauslastung: Täglich fahren ca. 15.000 Fahrzeuge über die Hochbrücke, davon ca. 7 Prozent Schwerlastverkehr (ca. 1.080 Schwerlastfahrzeuge)
- Bauherren der neuen Hochbrücke sind die Bundesrepublik Deutschland, die den größten Anteil der Baukosten übernimmt, die Deutsche Bahn AG, die Stadt Gerolstein und das Land Rheinland-Pfalz.
- Die geplanten Baukosten betragen ca. 21 Millionen Euro.
- Planungsbeginn war Oktober 2022 (mit Freigabe der Bauhöhe durch die Deutsche Bahn AG), im August / September 2023 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, der Planfeststellungsbeschluss folgte im Dezember 2024. Bestandskraft hat das Planfeststellungsverfahren seit März 2025 – zugleich der Startpunkt für den Baubeginn. Der Abschluss ist für Ende 2028 geplant.
- Das Projekt ist in mehrere Bauphasen unterteilt. Der Verkehrsfluss soll möglichst aufrecht erhalten werden.
- Zum eigentlichen Neubau der Brücke ist eine Vollsperrung von Februar 2027 bis März 2028 vorgesehen.
- Projektverantwortlicher ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein
Quelle: Landesbetrieb Mobilität Gerolstein / 29.05.2026

