Hochbrücke Gerolstein: Behelfsbrücke in Betrieb – Verkehrsführung geändert


Die Vorbereitungen für die Fahrt über die Behelfsbrücke sind abgeschlossen. In den letzten Tagen wurde der Übergang und damit die Fahrbahn zwischen der Modulbrücke und der bisherigen Hochbrücke betoniert. Damit kann der Verkehr der B410 ab Montag, 12. Oktober 2026, über die Behelfsbrücke auf die Hochbrücke geführt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sperrung der Behelfsbrücke für den Schwerverkehr von der Polizei überwacht wird.

Danach können die Bauarbeiten für das südliche Widerlager am stadtseitigen Ende begonnen werden. Es wird zunächst der Damm rückgebaut und die Stützwand zur Bahnhofstraße abgebrochen Dort werden anschließend, wie zuvor am nördlichen Brückenkopf, die Bohrpfähle als Tiefgründung für das neue Widerlager hergestellt. Zudem ist hier aufgrund des hoch anstehenden Grundwassers ein wasserdichter Verbau für die Baugrube erforderlich. Das Widerlager der Hochbrücke selbst verbleibt bis zum Abbruch der Brücke im nächsten Jahr stehen.

Am nördlichen Brückenkopf sind die Armierungsarbeiten für das Fundament, (die sogenannte Pfahlkopfplatte) abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird das Fundament betoniert. Im Anschluss wird die Baugrube verfüllt, der Baugrubenverbau zu den Gleisen rückgebaut und die Arbeiten an den aufgehenden Wänden des Widerlagers begonnen.

Im Kasselburger Weg finden weiter umfangreiche Tiefbauarbeiten statt. Dazu gehören neue Hausanschlüsse für die Wasserversorgung. Der Ausbau im Bereich vom Imbiss bis zur Hochbrücke erfolgt frühstens ab Mitte 2027.

Verkehrsführung

Mit Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ergeben sich Änderungen in der Verkehrsführung. Autofahrer, die aus Richtung Sarresdorfer Straße die Hochbrücke befahren, können nach der Überfahrt wieder rechts in Richtung Innenstadt (Raderstraße) abbiegen. Fußgänger und Radfahrer dürfen die Rampe der Behelfsumfahrung nicht benutzen.

Der Gehweg auf der Westseite der Hochbrücke wird für Fußgänger gesperrt. Der gegenüberliegende Gehweg kann aus Richtung Kasselburger Weg noch bis zur Stahltreppe in Richtung Bahnhof genutzt werden.

Der Durchgangsverkehr für Radfahrer und Fußgänger im Kasselburger Weg wird über die Gymnasialstraße umgeleitet. Die Nutzung durch Anlieger und der Zugang zur Personenüberführung zum Bahnhof bleiben möglich. Dabei sind Vorsicht und Eigensicherung zu beachten. Quelle: LBM Gerolstein


Wo gibt es Informationen?

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein informiert während der Bauzeit zu allen Schritten. Über den QR-Code gelangen Sie zur Projektwebsite (mit Vorher-Nachher Visualisierungen und einer Animation zum geplanten Bauverlauf).

Jeden Mittwoch von 14:30 bis 15:30 Uhr stehen im ehemaligen Postgebäude LBM-Projekt-Mitarbeitende für Fragen zur Verfügung.





Basisdaten zur Hochbrücke und zum Neubau

  • Die alte Hochbrücke wurde 1952 erbaut und ist der heutigen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen (die durchschnittliche Lebensdauer einer Brücke beträgt max. 80 Jahre).
  • Verkehrsauslastung: Täglich fahren ca. 15.000 Fahrzeuge über die Hochbrücke, davon ca. 7 Prozent Schwerlastverkehr (ca. 1.080 Schwerlastfahrzeuge)
  • Bauherren der neuen Hochbrücke sind die Bundesrepublik Deutschland, die den größten Anteil der Baukosten übernimmt, die Deutsche Bahn AG, die Stadt Gerolstein und das Land Rheinland-Pfalz.
  • Die geplanten Baukosten betragen ca. 21 Millionen Euro.
  • Planungsbeginn war Oktober 2022 (mit Freigabe der Bauhöhe durch die Deutsche Bahn AG), im August / September 2023 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, der Planfeststellungsbeschluss folgte im Dezember 2024. Bestandskraft hat das Planfeststellungsverfahren seit März 2025 – zugleich der Startpunkt für den Baubeginn. Der Abschluss ist für Ende 2028 geplant.
  • Das Projekt ist in mehrere Bauphasen unterteilt. Der Verkehrsfluss soll möglichst aufrecht erhalten werden. 
  • Zum eigentlichen Neubau der Brücke ist eine Vollsperrung von Februar 2027 bis März 2028 vorgesehen. 
  • Projektverantwortlicher ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein

Quelle: Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein