„Die Generalsanierung der Grundschule Birresborn gleicht einer Operation am offenen Herzen“, beschreibt Projektleiter Johannes Dahm die laufenden Arbeiten. „Das geht nur, weil wir mit allen Beteiligten im permanenten Austausch stehen und die Baumaßnahme als Team durchführen.“

Das bestätigen auch Schulleiterin Maria Ixfeld-Becker und Ortsbürgermeisterin Christiane Stahl bei einer gemeinsamen Vor-Ort-Begehung mit Bürgermeister Hans Peter Böffgen, Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses der Verbandsgemeinde Gerolstein und des Ortsgemeinderates Birresborn. Mit dabei waren auch Vertreter des beauftragten Architekturbüros Matthias Dimmer aus Stadtkyll sowie des Planungsbüros Linscheid aus Schleiden, das die technische Gebäudeausrüstung geplant hat.
„Ich freue mich sehr, dass wir endlich in der Umsetzung sind“, so Christiane Stahl. Zurzeit werden noch zwei Klassen in der „Baustelle“ unterrichtet, die anderen beiden Klassen sind im Bürgerhaus in Birresborn untergebracht. Das bedeutet für Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal einen hohen logistischen Aufwand. „Die Unterbringung im Bürgerhaus funktioniert aber sehr gut. Dort ist viel Platz und vor allem Ruhe“, so Schulleiterin Maria Ixfeld-Becker. Sie und ihr Team spüren bereits jetzt, im dritten von fünf Bauabschnitten, die Vorteile der energetischen Sanierung: „Die Schule ist deutlich kühler und besser temperiert.“

Im Erdgeschoss der Grundschule können Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler bereits die kernsanierten Toilettenanlagen nutzen. Auch die Außendämmung und die neuen Fensteranlagen sind installiert. Im Dachgeschoss des Gebäudes wird künftig die Lüftungstechnik der kontrollierten Be- und Entlüftung untergebracht. Dadurch können die Räume auch im Hochsommer um bis zu fünf Grad heruntergekühlt werden. Auch das EDV-Netz der Schule wird neu installiert.

„Nach der fertigen Sanierung wird die Grundschule einen Effizienz-Gebäudestandard 55 besitzen und somit auf dem aktuellen Stand der Technik sein“, so Projektleiter Johannes Dahm. Neben der Sanierung der Gebäudehülle werden Photovoltaik- und Lüftungsanlagen eingebaut.

Die Heizung wird auf ein umweltfreundliches Wärmepumpennetz umgestellt. „Durch dieses ganzheitliche Projektmanagement ist die Schule sowohl energetisch als auch ausstattungstechnisch bestens für kommende Generationen aufgestellt“, ist sich Johannes Dahm sicher.

Die 1951 erbaute Schule wird seit Ende des vergangenen Jahres umfassend modernisiert. Das neue Nahwärmenetz in Form einer Wärmepumpenkaskade wird künftig neben der Grundschule auch die Turnhalle und die Kita beheizen. Das Gebäude erhält zudem barrierefreie Zugänge. Der neue Anbau wird künftig als Multifunktionsraum genutzt, eine Mensa sorgt für die Verpflegung der Ganztagskinder.
Bis zum Jahreswechsel sollen die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen sein.
Die Maßnahmen werden durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021–2027, einem Programm des Landes Rheinland-Pfalz, sowie aus Schulbaumitteln des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.




