Ein einsatzreicher Samstag (15. August 2026) liegt hinter den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Gerolstein:
Neben zahlreichen Erkundungen aufgrund der großflächigen Rauchentwicklung im Eifelraum mussten die Einsatzkräfte gestern auch zu zwei bestätigten Flächenbränden ausrücken. Darüber hinaus unterstützte die Feuerwehr bei der Umwälzung des Wassers im Stausee Gerolstein.
Zahlreiche Meldungen aufgrund starker Rauchentwicklung
Ursache der großflächigen Rauchentwicklung waren die schweren Wald- und Vegetationsbrände im Hohen Venn in Belgien sowie im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der Wind-und Wetterbedingungen breiteten sich die Rauchwolken im Laufe des Nachmittags über weite Teile der Eifel und bis in Richtung Mosel aus.
Bereits ab den Mittagsstunden gingen zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung über vermeintliche Wald- und Flächenbrände ein. Eine erste Häufung von Meldungen betraf den Bereich der Nohner Mühle. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gerolstein erkundete die gemeldete Rauchentwicklung, konnte vor Ort jedoch keinen Brand feststellen.
Auch im weiteren Tagesverlauf gingen aus verschiedenen Orten immer wieder Meldungen und Notrufe über mögliche Rauch- und Brandentwicklungen ein. Auch dort konnte bei der Erkundung zunächst kein bestätigtes Schadensfeuer festgestellt werden.
Aufgrund der Vielzahl der Meldungen richtete die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gerolstein im Feuerwehrgerätehaus in Gerolstein ein Lagezentrum ein. Von dort wurden die eingehenden Informationen gebündelt, bewertet und die erforderlichen Maßnahmen koordiniert. Gleichzeitig konnte dadurch die Integrierte Leitstelle in Trier von den zahlreichen Rückfragen und Meldungen entlastet werden.

Bestätigter Flächenbrand in Kalenborn-Scheuern
Gegen 15:15 Uhr wurde ein tatsächlicher Flächenbrand in Kalenborn-Scheuern gemeldet. Ein abgeerntetes Feld stand im Vollbrand. Die Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte den Flächenbrand erfolgreich bekämpfen. Gegen 16:40 Uhr war die Lage vor Ort stabil.
Unterstützung bei Sauerstoffmangel im Stausee Gerolstein
Ein weiterer Einsatz ergab sich durch die anhaltende Hitze. Im Stausee Gerolstein herrschte aufgrund der hohen Wassertemperaturen eine erhebliche Sauerstoffproblematik.
Auf Anfrage unterstützte die Feuerwehr Bewingen bei der Belüftung beziehungsweise Umwälzung des Wassers. Über einen Zeitraum von rund drei Stunden wurde das Wasser umgewälzt um die Sauerstoffversorgung zu verbessern.
Weiterer Flächenbrand am Bahndamm bei Crumps Mühle in Birgel
Am Abend kam es zu einem weiteren bestätigten Flächenbrand. Um 20:11 Uhr wurden die Feuerwehren zu einem größeren Flächenbrand im Bereich Crumps Mühle Richtung Birgel alarmiert. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden und der Brand wurde zügig gelöscht.
Rauchentwicklung im gesamten Vulkaneifelkreis
Im weiteren Verlauf des Nachmittags breitete sich die Rauchentwicklung zunehmend über den gesamten Vulkaneifelkreis aus. Besonders im Raum Hillesheim, Oberen Kylltal und Unteren Kylltal waren die Auswirkungen deutlich wahrnehmbar. Der von Norden kommende Wind führte immer wieder neue Rauchwolken in die Region.
Vielerorts waren eine erhebliche Sichtbehinderung, intensiver Brandgeruch und teilweise auch Asche in der Luft wahrnehmbar.
Die Bevölkerung wurde daher aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen möglichst abzuschalten. Entsprechende Warnungen wurden über Warn-Apps und Cell Broadcast verbreitet.
Bilanz des Einsatztages
Der Samstag war für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Gerolstein insbesondere aufgrund der Vielzahl der Meldungen und der schwierigen Sichtverhältnisse durch die großflächige Rauchentwicklung eine besondere Herausforderung.
Neben mehreren Erkundungen aufgrund vermeintlicher Brandstellen musste mit den Flächenbränden in Kalenborn-Scheuern und Birgel auch zwei tatsächliche Vegetationsbrände bekämpft werden.
Die Feuerwehren bedanken sich bei der Bevölkerung für die aufmerksame Meldung konkreter Rauch- und Brandentwicklungen und bitten gleichzeitig darum, bei zukünftigen vergleichbaren Wetter- und Rauchlagen Ruhe zu bewahren und den Notruf 112 ausschließlich bei konkreten Feststellungen und tatsächlichen Notfällen zu wählen.
Die Feuerwehren bitten zudem ausdrücklich darum, bei vergleichbaren Rauchlagen nicht eigenständig mit Fahrzeugen in Wald- und Flurbereiche zu fahren, um vermeintliche Brandstellen zu suchen. Durch die eingeschränkte Sicht entstehen zusätzliche Gefahren für Verkehrsteilnehmer und Einsatzkräfte.
Quelle: Presse Feuerwehr VG Gerolstein


