Verzahnung von Wissenschaft und kommunaler Praxis


Auch in diesem Jahr führte Herr Dr. Stefan Winggen vom Studiengebiet Öffentliche Betriebswirtschaftslehre seine Studierenden in die Vulkaneifel. Empfangen wurden die angehenden Nachwuchskräfte für die öffentliche Verwaltung von Wirtschaftsförderer Stefan Mertes, der zugleich Geschäftsführer des HIGIS-Zentrum ist. 

In einem umfassenden Vortrag stellte er die vielfältigen Aufgaben und aktuellen Herausforderungen der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde vor. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die Existenzgründungsförderung im HIGIS-Zentrum. Stefan Mertes erläuterte praxisnah, wie junge Unternehmen von der Idee bis zur Etablierung begleitet werden – von der Bereitstellung moderner Büro- und Gewerbeflächen über individuelle Beratung bis hin zur Vernetzung mit regionalen Partnern. Das HIGIS-Zentrum habe sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Impulsgeber für Innovation, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Dynamik in der Region etabliert. In einem zweiten, praxisorientierten Teil widmete sich die Veranstaltung der Stadtentwicklung von Hillesheim. Anhand konkreter Projekte zeigte Mertes auf, welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden und welche Entwicklungen aktuell geplant sind. Themen wie Innenentwicklung, Belebung der Innenstadt, touristische Profilbildung und die nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes standen dabei im Fokus.

Für die Studierenden bot der Besuch einen wertvollen Einblick in die praktische Arbeit kommunaler Wirtschaftsförderung. Die Verbindung aus betriebswirtschaftlicher Theorie und konkreter Umsetzung vor Ort verdeutlichte eindrucksvoll, welche Gestaltungsspielräume und Verantwortlichkeiten mit Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung verbunden sind. 

Dr. Stefan Winggen betonte die Bedeutung solcher Exkursionen für das Studium: Der direkte Austausch mit Praktikern ermögliche es den Studierenden, Verwaltungsprozesse, wirtschaftliche Zusammenhänge und strategische Entscheidungen aus erster Hand zu erleben. 

Auch Stefan Mertes zeigte sich erfreut über das anhaltende Interesse der Hochschule: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, jungen Menschen einen realistischen Einblick in die kommunale Wirtschaftsförderung zu geben. Gerade der Dialog zwischen Theorie und Praxis ist entscheidend, um die öffentliche Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen.“ 

Mit dem diesjährigen Besuch wurde eine langjährige Partnerschaft zwischen der Hochschule für öffentliche Verwaltung und dem HIGIS-Zentrum erfolgreich fortgeführt – ein starkes Zeichen für die enge Verzahnung von Wissenschaft und kommunaler Praxis in der Region.