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Jünkerath

Ortsgemeinde Jünkerath, OT Glaadt

Der Ort Jünkerath mit seinem Ortsteil Glaadt hat ca. 1800 Einwohner und ist direkt an der über 150 Jahre alten Bahnlinie Köln – Trier gelegen. Am 27. Februar 1930 wurde der Ort Jünkerath offiziell gegründet. Somit feierten wir im letzten Jahr, der Corona Pandemie geschuldet leider nur gedanklich, das 90-jährige Bestehen des Ortes. Gewachsen ist der Ort aus dieser Zeit heraus durch die bereits von Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim (Namensgeber unserer Grund- & Realschule Plus) 1687 gegründete Eisenhütte, die spätere „Jünkerather Gewerkschaft“. Ein weiterer Garant für Arbeitsplätze in der Region war die Deutsche Bundesbahn mit Ihrem Bahnbetriebswerk und dem Rangierbahnhof zur Zugbildung. Zur Schaffung von Wohnraum für die Beschäftigten baute die Rheinische Eisenbahngesellschaft die Eisenbahnersiedlung „Neue Kolonie“, den heutigen Burgbering, der in diesem Jahr 100 jähriges Bestehen feiert. Somit ist der Ort mit dem Bedarf an immer mehr Arbeitskräften gewachsen und erstreckt sich heute wie ein langgezogenes Band an der Bahnlinie und dem Kyllufer entlang.

Heute besticht unser Ort durch eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Durch die neu sanierten Verkehrsstation, den angebundenen Buslinien und nicht zuletzt der verkehrsgünstigen Lage zur B51 Richtung Trier oder B51/A1 Richtung Köln. Somit ist es für die Jünkerather Bürger und die der Nachbargemeinden auch möglich, Ihrer Arbeit als Pendler in weiter entfernten Orten oder Städten nachzugehen, ohne hierfür den lebenswerten Heimatort dauerhaft verlassen zu müssen.

Vom Museum, Kindergarten über die Grund- & Realschule Plus, Schwimmbad, Zentrale Sportanlage, Jugendbildungsstätte Don Bosco, Humanmediziner, Tiermediziner, Apotheke, Pflegedienste, Einzelhandel, Einkaufszentren und Filialen der großen Discounter bis hin zu den Industrie- und Handwerksbetrieben ist Jünkerath in der Versorgung der Bürger gut aufgestellt. Leider gehen dem wirtschaftlichen Wandel geschuldet, dem Ort immer mehr Einzelhandelsunternehmen verloren. Damit einher gehend hat der Ort mit einem immer weiter ansteigenden Leerstand von kleinen und mittelgroßen Gewerbeimmobilien zu kämpfen.

Umrahmt von Wäldern mit den ausgewiesenen Wander- und Radwegen (u. a. Kyllradweg) sowie dem Stausee im Ortsteil Glaadt und der Burgruine sind den Aktivitäten in der Natur keine Grenzen gesetzt. Weitere Angebote zur Freizeitgestaltung bieten das Eisenbahn- und Eisenmuseum. Hierdurch hat der Tourismus auch immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Für weitere Freizeitaktivitäten garantieren die ortsansässigen Vereine vom Sport bis hin zur Musik die ganze Bandbreite an Möglichkeiten, einem Hobby nachzugehen.

Vier Fragen an Ortsbürgermeister Norbert Bischof

Was macht Jünkerath lebenswert?

Wir bieten Schulen, Kindergarten, Ärzte, Apotheken, Geschäfte für den täglichen Bedarf, Bahnanbindung, kurz: die ist fast alles, was das Herz begehrt. Eingebunden im Tal der Kyll, umrahmt von Wald und immer Bauplätze mit Fernblick

Was hat sich in den letzten Jahren in der Gemeinde getan?

Die ersten zwei von vier Bausteinen eines Dorfentwicklungsprojektes (= Masterplan), nämlich die Herstellung einer neuen Bahnverkehrsstation und die An-Entwicklung der entbehrlichen Bahnflächen als Gewerbegebiet, sind erfolgreich abgeschlossen. Die Kindertagesstätte wurde erweitert, um die steigende Kinderzahl angemessen zu betreuen. Das Straßennetz wird sukzessive verbessert und erneuert.

Welche Projekte stehen für die Gemeinde an?

Zur Stärkung der Infrastrukturen von Gemeinde und Region ist die Fertigstellung des Masterplans mit Reaktivierung des Bahnhofsgebäudes und des gesamten Umfeldes im Zuge eines gemeinsamen Zukunftsprozesses wichtig. Dazu werden Menschen und viele öffentliche Stellen und überörtliche Planungen ein zu beziehen sein. Jünkerath ist nicht isoliert zu betrachten, sondern als eine große Gemeinde in der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein im Keris Vulkaneifel.

Wenn Sie einen Wunsch für Jünkerath frei hätten, dann…,

Ausreichende Finanzausstattung der Gemeinde, Pragmatismus für alle, Abbau der vorhandenen Standards, und mal wieder ein Bierchen zusammen mit Freunden in der örtlichen Gastronomie…