Quartierskonzept in Bolsdorf


Auf Grundlage hervorragender Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus Bolsdorf konnte die Bestandsanalyse des Quartiers abgeschlossen werden. Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug 52,5% - dies stellt einen Spitzenwert dar.

Die Ergebnisse der Fragebögen wurden durch Begehungen der Planer im Ort ergänzt oder vervollständigt. Die vorliegenden Erkenntnisse zu den Energieverbräuchen, den eingesetzten Energieträgern und dem Sanierungszustand der Gebäude liefern die Möglichkeit eine Energie- und eine CO2-Bilanz zu erstellen.

Ergebnisse der Bilanz liefern u.a. Aussagen zu dem Energiemix zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser wie folgend dargestellt:


Ein Großteil der Haushalte wird mit Heizöl beheizt. Für die Region nicht untypisch, ist auch die Nutzung von Wärmepumpen. Durch die Verwendung dieser Energieträger und dem weiteren Stromverbrauch im Quartier werden jedes Jahr rund 2.070 Megawattstunden Primärenergie verbraucht. Dies entspricht einem jährlichen Verbrauch von 207.000 Litern Heizöl. Der Energiekonsum verursacht 1.100 Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich.

Daneben dient die CO2-Bilanz als Basis um Wirkungen verschiedener Sanierungs- oder Entwicklungspfade abzubilden. In der Zwischenzeit wurden die Bürgerinnen und Bürger aus Bolsdorf über Ihre Möglichkeiten hinsichtlich der Sanierungsmöglichkeiten an Ihren Gebäuden informiert. Schwerpunkt stellte die Anlagentechnik dar – hier z.B. der Austausch der Heizungsanlage durch eine umweltfreundlichere Lösung mit bis zu 45 Prozent Zuschuss über die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, oder die Vorteilhaftigkeit einer Photovoltaikanlage zur Produktion von Eigenstrom mit oder ohne Speichertechnologie.

Die Thematik der zukunftsfähigen übergreifenden Energieversorgung der Liegenschaften ist derzeit weiter in Bearbeitung – erste Diskussionen mit der Lenkungsgruppe haben stattgefunden.

Das Ausbleiben der typischen Öffentlichkeitsveranstaltungen für ein Quartierskonzept ist in der Corona-Pandemie begründet. Es wurde allerdings an Möglichkeiten gearbeitet, die Bürgerinnen und Bürger wieder stärker in das Konzept zu involvieren.

Wärmebildspaziergänge Ende Oktober

Ende Oktober wird es Wärmebildspaziergänge in Bolsdorf geben. Diese können mit heutigem Kenntnisstand unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt werden. Ziel ist es, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern energetische Schwachstellen der Außenhülle von Gebäuden aufzudecken und zu diskutieren.

Auf Grund aktueller Beschränkungen sowie der Planbarkeit der Spaziergänge ist eine Anmeldung per E-Mail über swobken@treurat-partner.de oder per Fax unter 0431 – 5936 – 361 notwendig.

Termin: Donnerstag, 29.10.2020 und Freitag, 30.10.2020

Uhrzeit: Donnerstag um 19:30 Uhr, Freitag um 17:30 Uhr und bei Bedarf 19:30 Uhr

Treffpunkt ist bei beiden Uhrzeiten die Alte Schmiede. Bitte beachten Sie, dass eine Voranmeldung zwingend erforderlich ist.

Zwischenergebnisse und nützliche Hinweise für die Bewohner werden auf der Projekthomepage www.mitmachwärme.de unter dem Projekt „Hillesheim – OT Bolsdorf“ veröffentlicht.

Das Projekt entspringt aus den identifizierten Maßnahmen der ZENAPA Initiative des Landkreises Vulkaneifel und des Geoparks. ZENAPA steht für „Zero Emission Nature Protection Areas“ und hat sich zum Ziel gesetzt, zu belegen, dass Klimaschutzziele im Einklang mit der Biodiversitäts- und Bioökonomiestrategie realisiert werden können.

Das Konzept wird durch das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ (Programmnummer 432) sowie aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.


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