Gemeinsam gegen die Pandemie


Rheinland-Pfalz kann aufgrund der anhaltend niedrigen Infektionszahlen umfangreichere Öffnungsschritte gehen als geplant. Das hat der Ministerrat in seiner Sitzung am 01.06.2021 beschlossen.

„Diese guten Entwicklungen haben wir vor allem dem sehr umsichtigen und disziplinierten Verhalten der Menschen in Rheinland-Pfalz zu verdanken. Die sich jetzt bietende Öffnungsperspektive ist zuallererst ein Erfolg der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen“ – sagte Ministerpräsidentin gestern bei der Vorstellung der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung.

Mit der inzwischen 22. Verordnung werden weitere Lockerungen (3. Stufe des Landesperspektivplans) umgesetzt.

Insbesondere gelten ab 02. Juni folgende Lockerungen:

Personenbegrenzung § 1 Abs. 1, § 2 Abs. 1

Zulässig sind nunmehr Zusammenkünfte von einem Hausstand mit bis zu 5 Personen aus verschiedenen Hausständen. Kinder bis 14 Jahre, geimpfte und genesen Personen zählen dabei nicht mit.

Veranstaltungen zulässig (100 Personen in Innenräumen, 250 im Freien), § 2 Abs. 8

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die nicht den Charakter einer privaten Feier haben, sind mit bis zu 100 gleichzeitig anwesenden Personen unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zulässig. Bei Veranstaltungen im Freien sind bis zu 250 gleichzeitig anwesende Personen zulässig.

Religionsausübung, § 3

Zulässig ist nunmehr auch Gemeindegesang, sofern er im Freien stattfindet.

Zulässig sind musikalische Beiträge kleinerer Ensembles,

Veranstaltungen und Unterricht zur Vorbereitung auf Kommunion, Konfirmation, Firmung oder vergleichbaren Anlässen sind wieder in Präsenz zulässig. Es gelten das Abstandsgebot, die verschärfte Maskenpflicht im Innenbereich und die Pflicht zur Kontakterfassung.

Gastronomie, § 7

Geöffnet sind nunmehr

  • Restaurants, Speisegaststätten, Bars, Kneipen, Cafés, Shisha-Bars etc.
  • Eisdielen, Eiscafés
  • Vinotheken, Probierstuben

Es gelten die allgemeinen Schutzmaßnahmen, die Vorhaltung eines Hygienekonzepts sowie die Vorgaben des § 7 Abs. 2 (Abstände zwischen den Tischen sowie in Wartesituationen, Maskenpflicht - für Gäste bis zum Platz -, Kontakterfassung und im Innenbereich eine Test- und Vorausbuchungspflicht).

Hotellerie, Beherbergungsbetriebe, § 8

Zulässig sind nunmehr auch Angebote von Sport- und Freizeitaktivitäten, Saunanutzung sowie Gruppenangebote mit Freizeitcharakter, wobei die Regelungen zum Sport (§ 10) entsprechend gelten.

Die Nutzung von Wellness- und Kosmetikangeboten sowie die Nutzung eines Hallenbades sind unter Auflagen möglich.

Frühstücksangebote sind auch in Form eines Buffets wieder zulässig, § 8 Abs. 6.

Sport, § 10

Bei einer kreisweiten Inzidenz unter 50:

Im Freien und auf allen ungedeckten Sportanlagen: Zulässig sind ist das Training in Gruppen bis maximal 20 Personen nebst einer Trainerin/ Trainer. Geimpfte und genesene Personen zählen nicht mit.

Gedeckte Sportanlagen, Fitnessstudios, Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen: maximal 10 Personen aus verschiedenen Hausständen. Geimpfte und genesene Personen zählen nicht mit, wenn die Sportausübung von einer Trainerin/einem Trainer angeleitet wird.

 Angeleitetes Kindergruppentraining von bis zu 25 Kindern (bis einschließlich 14 Jahre). 

Freibäder und Badeseen, § 10 Abs. 3

Die Öffnung von Freibädern und Badesee ist zulässig. Voraussetzung dabei sind:

  • Personenbegrenzung auf 50 % der Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl.
  • Kontakterfassungspflicht

Die Öffnung von Saunen ist mit der Maßgabe zulässig, dass die Höchstzahl der Personen, die sich innerhalb der Einrichtung aufhalten dürfen, auf die Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl beschränkt ist. Es gilt die Testpflicht.

Freizeit, § 11

Öffnen dürfen nunmehr auch Freizeitparks, Minigolfplätze und ähnliche Einrichtungen im Freien. Es gelten das Abstandsgebot, die Personenbegrenzung, die Maskenpflicht (sofern die Art des jeweiligen Freizeitangebots dies zulässt) sowie die Pflicht zur Kontakterfassung und die Vorausbuchungspflicht.

Bei den Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Einrichtungen unterliegen neben den bisherigen Schutzmaßnahmen (Abstandspflicht, Maskenpflicht, Kontakterfassung, Testpflicht) nunmehr auch einer Personenbegrenzung nach § 1 Abs. 7.

Kultur, § 15

Geöffnet werden können nunmehr öffentliche und gewerbliche Kultureinrichtungen, insbesondere

  • Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen und ähnliche Einrichtungen,
  • Zirkusse und ähnliche Einrichtungen

Es gelten das Abstandsgebot, feste Sitzplätze, die verschärfte Maskenpflicht, Kontakterfassungspflicht und im Innenbereich die Testpflicht.

Zulässig sind maximal 100 Zuschauerinnen und Zuschauer. Bei einer Inzidenz unter 50 sind ist der Betrieb von öffentlichen und gewerblichen Kultureinrichtungen im Freien auch mit bis zu 250 Zuschauerinnen und Zuschauern zulässig.

Bei einer Inzidenz unter 50 beträgt im Probenbetrieb der Breiten- und Laienkultur im Freien die zulässige Gruppenhöchstzahl 20 Personen; im Innenbereich sind 10 Personen zulässig. Geimpfte und Genesen erzählen jeweils nicht mit. Während des gesamten Probenbetriebs gilt das Abstandsgebot sowie im Innenbereich die Testpflicht.